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Stehmähne und Mehlschnauze

Klasse 5c der RWR im Naturschutzgebiet „Exe“ in Schweinheim unterwegs

Am letzten Schultag vor den Osterferien fand an allen unterfränkischen Realschulen ein Umweltaktionstag statt.

Die Demonstrationen „Fridays for future“ waren wohl Vorbild für diesen Tag, der ganz im Zeichen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit stand. Viele Klassen der Ruth-Weiss-Realschule unternahmen interessante Exkursionen.

Die Klasse 5c hatte das große Glück eine fachkundige sowie kurzweilige Führung von einer Mitarbeiterin des LBV (Landesbund für Vogelschutz) rund um das ehemalige Truppenübungsgelände „Exe“ der US-Army in Schweinheim zu bekommen. Die Kinder wanderten auf dem Erlebnispfad „Nationales Naturerbe Aschaffenburg“ um die Koppel der Przewalski-Pferde, der Heck-Rinder und anderer einheimischer Tiere: Rotwild, Unken, Salamander, Libellen. Diese leben in einem ca. 60 Hektar – das entspricht ungefähr 86 Fußballfeldern – großen Naturschutzgebiet, in dem die großartige biologische Vielfalt unseres Spessarts über die Jahre des kalten Krieges hinweg erhalten blieb und weiterhin erhalten werden soll.

Nach einer kleinen Ostereiersuche neben dem dortigen Grillplatz ging’s los. Am Eingang zum Erlebnispfad erklärte unsere Führerin, dass der Deutsche-Bahn-Konzern das Projekt in Aschaffenburg mit drei Millionen Euro finanziert, um Eingriffe in die Natur auszugleichen, die sich an anderer Stelle durch den Neubau von Bahnstrecken nicht vermeiden lassen. Gleich zu Beginn unseres Rundgangs erlebten wir die zehn Przewalski-Pferde live und in Farbe. Alle waren hellauf begeistert, als sie ganz nah an den Holzzaun herankamen, fast zum Greifen nahe. Sofort wurden etliche Schnappschüsse gemacht. Sämtliche vorab im Biologieunterricht erworbenen Kenntnisse über die Urwildpferde, von denen einige wenige in freier Wildbahn in der Mongolei leben, konnten die Kinder am lebenden Tier wiederholen: Stehmähne, Mehlschnauze, Aalstrich auf dem Rücken, schwarzes Fell an den Beinen. Bei eisigem Wind und empfindlich kühlen Temperaturen liefen wir zum zentralen Aussichtspunkt und erklommen diesen über die steile Rampe, welche früher mit Panzern befahren wurde. Von dort aus sah man die elf Heckrinder weiden. Eines von ihnen frisst ungefähr 50 kg Gras pro Tag. Somit sind diese seltenen und robusten Tiere die idealen Landschaftspfleger. Mit den Feldstechern von Opa oder Papa waren auch diese ganz genau zu sehen. Auf dem weiteren Rundgang sahen wir noch zwei Rehe, die gemütlich in der Wiese lagen und wiederkäuten. An wärmeren Tagen lassen sich bestimmt auch die kleineren Tiere an den zahlreichen Tümpeln und Teichen im Naturschutzgebiet sehen. Und der Uhu, der ganz in der Nähe in einem Steinbruch lebt, fliegt sicherlich in der Nacht gerne über das wunderschöne Areal.

Schön ist es hier, vor den Toren Aschaffenburgs! Wir bedankten uns mit einem großen Applaus bei der Dame des LBV und traten den Rückweg zur Schule an. Das war ein abwechslungsreicher, interessanter Tag, der uns auf alle Fälle in Erinnerung bleiben wird. Umweltschutz – geht uns alle an!

Cynthia Richter

 

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