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RWR und die Normandie

 Neuauflage des Schüleraustauschs

26 Schülerinnenund Schüler der Ruth-Weiss-Realschule Aschaffenburg besuchten mit ihren Französischlehrkräften Bianca Kögel-Hufnagel und Ralf Bubenzer ihre Austauschpartner vom 25. April bis zum 3. Mai in einer durch und durch ländlich geprägten Region Frankreichs. Der Gegenbesuch aus Frankreich Ende Mai war ebenfalls ein voller Erfolg.

An dieser Stelle danken wir dem Elternbeirat der Ruth-Weiss-Realschule, der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH sowie der Stadt Aschaffenburg für die großzügige ideelle und finanzielle Unterstützung des diesjährigen Schüleraustauschs.

Marigny-le-Lozon/Canisy/Aschaffenburg. Neu sind Reisen nach Frankreich für Schülerinnen und Schüler der Ruth-Weiss-Realschule nun wirklich nicht, jähren sich die Austauschmaßnahmen mit der Grande Nation heuer doch bereits zum neunzehnten Mal. Trotz äußerst schwieriger Bedingungen in der Vorbereitungsphase aufgrund der Pandemie konnten wir unsere Reise in den klimatisch rauen, zugleich aber äußerst reizvollen Landstrich des Départements La Manche antreten. 26 Austauschpartner der Schulen Collège Jean Monnet in Marigny und Collège Jean Follain in Canisy stellten eindrucksvoll ihre französische Gastfreundschaft unter Beweis mit allen kulinarischen, landestypischen und folkloristischen Facetten. Den deutschen Schülerinnen und Schülern wurde dabei ein permanent imposantes Sprachbad geboten, flankiert von unzähligen kulturellen Höhepunkten. Besonders eindrucksvoll waren dabei zwei aufwändig gestaltete Empfänge der Stadtoberhäupter von Marigny, Madame Adèle Hommet Lelièvre, ihres Zeichens zweite Bürgermeisterin von Marigny-le-Lozon sowie von Monsieur Jean-Marie Lebéot, dem Bürgermeister von Canisy. Beide sprachen unisono davon, dass die Bedeutung einer persönlichen Begegnung von Jugendlichen der verschiedenen Länder nicht hoch genug eingeschätzt werden könne.

Lange im Gedächtnis der Aschaffenburger Realschüler nachwirken wird zweifellos der Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs von Marigny-le-Lozon, angesichts der großen freundschaftlichen Haltung der Gastfamilien fiel es manchem deutschen Schüler schwer zu glauben, dass sich beide Nationen einst als erbitterte Kriegsgegner gegenüberstanden. Dies wurde auch deutlich bei einem Rundgang über das Gelände der Pointe du Hoc, jenem Abschnitt der normannischen Steilküste zwischen Omaha Beach und Utah Beach, von dem aus im Juni 1944 die Invasion der alliierten Streitkräfte zur Befreiung Europas von der Nazidiktatur begann. Weitere Programmpunkte wie der Ausflug zum legendären Mont-Saint-Michel im hell strahlenden Widerschein der wärmenden Frühlingssonne vor dem Hintergrund der herannahenden Flut einer tiefblau-maritim anmutenden Kulisse sowie der Besuch des Meeresmuseums Cité de la mer in Cherbourg rundeten den vielseitigen Aufenthalt ab.

Keine drei Wochen später - vom 21. bis zum 28. Mai - besuchten uns unsere französischen Freunde in Aschaffenburg. Ebenso wie zuvor in Frankreich kamen alle Jugendlichen in den Gastfamilien ihrer Austauschpartner unter. Bürgermeisterin Frau Euler bereitete den beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und Schulleiterin Sandra Finnegan einen sehr warmherzigen Empfang im Sitzungssaal des Rathauses. Dabei würdigte sie die Bereitschaft der Beteiligten, sich auf Neues einzulassen und so die gemeinsame Zukunft Europas mitzugestalten. Die französischen Gäste konnten sich einmal mehr von der Attraktivität unserer Region überzeugen: So standen neben den Sehenswürdigkeiten Aschaffenburgs interessante Ausflüge auf dem Programm, unter anderem nach Miltenberg, Frankfurt und zum ZDF nach Mainz.

Abschließend sei noch erwähnt, dass gegenwärtig eine Schülerin und ein Schüler aus Marigny für mehrere Wochen im Rahmen des Sauzay-Austauschprogramms an der Ruth-Weiss-Realschule verbringen und dabei in den Gastfamilien logieren – all das, nachdem zuvor die deutschen Jugendlichen das Gleiche in Frankreich absolviert hatten.

Wir sind sehr froh darüber, dass wir in dem Schuljahr, in dem lange Unklarheit darüber herrschte, ob man eine Schülerreise ins Ausland unternehmen dürfe, zu guter Letzt einen echten Schüleraustausch mit Hin- und Herbesuch organisieren konnten. Besser kann man eine gut funktionierende Schulpartnerschaft wohl kaum unter Beweis stellen, nicht wahr?

Ralf Bubenzer, Bianca Kögel-Hufnagel
Ruth-Weiss-Realschule Aschaffenburg

 

 

 

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