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Was macht einen Glasbläser aus? - Hitzeresistenz, Geduld, Konzentration und Kreativität

Einblicke in ein

Traditionshandwerk

Am 31. Mai besuchte der Glasbläser Marian Dietz die Werkengruppen 8g und Talent 7, um grundlegende Arbeitsprozesse und Werkzeuge des Glasbläserhandwerks vorzustellen. Mit viel unbekanntem Gerät verwandelte er unseren Werkraum in eine kleine Glasbläserwerkstatt.

 Herr Dietz, der 2006 seine Ausbildung an der Berufsfachschule Glas in Lauscha (Thüringen) abgeschlossen hat, demonstrierte am Brenner das Anfertigen von künstlerischen Dekorations-gegenständen.

Über einem Vorwärmer wurde ein Glasstab erhitzt, der anschließend in der heißen Brennerflamme in seine endgültige Form gebracht wurde. Dabei erläuterte er sein Vorgehen, wies auf Schwierigkeiten hin und beantwortete alle Fragen der SchülerInnen geduldig. Da es einige Zeit dauert, eine filigrane Glasskulptur herzustellen, hatte er ein kleines Sortiment seiner Arbeiten im Gepäck, was sowohl von SchülerInnen als auch Lehrkräften bestaunt wurde. Auf Schülerwunsch stellte er spontan einen kleinen Glastisch mit passendem Stuhl her, der dankenswerterweise als Erinnerung in unsere Fachschaftssammlung Werken übergehen durfte.

 Am Nachmittag war für unsere Talentschüler der Jahrgangsstufe 7 neben den Demonstrationen durch Herrn Dietz auch das eigene praktische Arbeiten geplant. Bereits vorgefertigte Glaskugeln konnten mit einem Sandstrahlgerät mattiert werden. Ausgestattet mit Arbeitshandschuhen und Schutzbrille knatterte auf dem Schulhof der Kompressor beim Arbeiten. Die anfängliche Unsicherheit wich schnell und alle hatten eine große Freude. Die ein oder andere Glaskugel ging zwar zu Bruch, hatte aber den Effekt, das eigene Herangehen zu überdenken und beim nächsten Mal vorsichtiger zu sein. Wer die „sandige“ Variante nicht wollte, konnte mit Metallicfarben seiner Glaskugel eine individuelle Note verleihen.

Zum Ende der Veranstaltung packten alle ihre Glasschätze behutsam ein. Auch das ein oder andere Glastierchen hat einen neuen Besitzer gefunden.

Die Gelegenheit, einem Glasbläser über die Schulter zu schauen, ist aufgrund der Seltenheit des Handwerksberufes sehr gering. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Herr Dietz zu uns gekommen ist und seine Faszination an der Vielseitigkeit des Werkstoffes Glas an uns weitergegeben hat.

Vielen Dank und gerne wieder!

 Alexandra Scheuber

 

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